E-Ticket
 

Im Zuge der technischen Entwicklung seit den 1990er Jahren (elektronische Datenverarbeitung, Internet) ist ein Ticket als papierne Urkunde für den Nachweis einer Beförderungsberechtigung heute bei den europäischen Luftverkehrsgesellschaften entbehrlich, da dieser Nachweis vom Passagier auch durch die Nennung einer an ihn vergebenen persönlichen Buchungsnummer (Buchungscode) in Kombination mit der Vorlage seines Personalausweises bzw. Reisepasses oder seiner für die Buchung benutzten Kreditkarte erfolgen kann. Laut der IATA ist es nun den Reisebüros und Consolidator nicht mehr erlaubt Papiertickets zu erstellen Auf Grund der elektronischen Datenspeicherung der Fluggastdaten ist nunmehr bei allen Fluggesellschaften nur noch die Vorlage eines Personalausweises bzw. Reisepasses oder einer für die Buchung benutzten Kreditkarte notwendig, um die Beförderungsberechtigung im Zentralrechner der jeweiligen Fluggesellschaft abzurufen. Vielerorts kann der Passagier diese Überprüfung selbst an einem Schalterautomaten der jeweiligen Fluggesellschaft durchführen, um die zum Einstieg in das Flugzeug berechtigende Bordkarte (boarding pass) zu erhalten. Seit Kurzem kann der Passagier diesen Vorgang sogar am heimischen PC online durchführen und sich die Bordkarte bereits zu Hause ausdrucken.

Einen Eticketbeleg kann man sich hier ausdrucken

Anlass und Grund für das erstmals Ende 2004 im Charterflugbereich eingeführte Verfahren des ticketlosen Erwerbs der Bordkarte war insbesondere die Kosteneinsparung auf Grund des geringeren Verfahrensaufwands für das Reisebüro- und Bodenpersonal. Um in diesem Bereich die generell hohen Personalkosten zu reduzieren oder gänzlich einzusparen, gewähren viele Fluggesellschaften den Passagieren Preisnachlässe als Anreiz zur Benutzung des ticketlosen Verfahrens. Das Verfahren ist derzeit noch - je nach Charter- oder Linienfluggesellschaft - unterschiedlich ausgestaltet. Der Anteil der E-Tickets bei Buchungen ist von Juni 2004, mit 16 %, bis zum Jahr 2007, mit 84 %, gestiegen.

Im Linienflugbereich wird am Check-In-Schalter die Bordkarte ausgedruckt. Teilweise kann auch an einem Check-In-Automaten eingecheckt werden. Dazu benötigt der Kunde eine Debit-, Kreditkarte oder Vielfliegerkarte der jeweiligen Fluggesellschaft oder bei Fluglinienallianzen eben eine Karte einer der Mitgliedsfluggesellschaften.

Diese Karte steckt man in den Check-In-Automaten und kann hier, ohne langes Anstehen am Check-In-Schalter, eigenständig seine Sitzplätze reservieren, checkt auch das Gepäck bereits ein und erhält die Bordkarte. Das Gepäck wird dann nur mehr an einem eigenen Schalter abgegeben.

Das Verfahren des elektronischen Tickets ist von der entscheidend an der technischen Entwicklung beteiligten Deutschen Lufthansa AG unter der Marke Etix markenrechtlich geschützt. Bei anderen Airlines heißt das Verfahren beispielsweise AB-TIX (Air Berlin/dba/Niki) oder schlicht Elektronisches Ticket.

Insbesondere im Charterbereich und bei vielen Billigfluggesellschaften gilt in der Regel die Buchungsbestätigung als Ticket. Zusätzlich sind hier Reservierungscode, Filekey und Vorgangsnummer aufgeführt. Gegen Vorlage des Personalausweises bzw. Reisepasses sowie der Buchungsbestätigung wird am Check-In-Schalter eingecheckt.

Zu Schwierigkeiten kam es bislang bei einigen Fluggesellschaften, die ein Bahnticket im Flugpreis mit anbieten. Bei sogenannten Rail&Fly Tickets war es bislang immer erforderlich ein Papierdokument zu erstellen. An der Problemlösung arbeiten bis heute noch einige Airlines.

 

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